FreeDOM  Raum der Begegnung

 

  

 

Kreta

 

Über die Insel, durch die karge Landschaft von Kreta fahren, hügelig und mit vielen Steinen. Grün-braun-grün. Mit den vielen duftenden Kräuter-Pölsterchen, den unzähligen üppig blühenden Oleanderbüschen, meist in rosa, dem leuchtend gelben Ginster….. Und immer wieder Olivenbäume, Hänge voller Olivenbäume, mit ihren silbrig glänzenden Blättern. Vereinzelt Feigenbüsche, Johannisbrotbäume, Maulbeerbäume, Eukalyptusbäume…..

Dann, wo es Wasser gibt, einladende oasenähnliche Plätze mit viel frischem Grün. Und natürlich immer wieder das Meer, diese speziellen Blau-Türkis-Töne, an denen ich mich nicht satt sehen kann…

Schafe und Ziegen, hinter rostigen Zäunen oder auf der Straße, in den steilen Hängen, im Pferch. Sie gehören genauso zum Bild der Insel, wie die Olivenbäume.

Die engen Dörfer, und trotzdem hat noch ein Stuhl neben der Straße Platz. Manchmal sitzt jemand auf so einem Stuhl, meist sind es Männer. Manchmal ein Lächeln, meist ernst, oder mit finsterem Blick. Ich frage mich, wie es wohl ist, vom steinigen Boden hier zu leben und davon den Lebensunterhalt zu bestreiten?  

Wir setzen uns auf schönen Terrassen zu Tisch und lassen uns die kretische Kost munden. Griechischen Salat, dazu Weißbrot, das wir mit goldgrünem Olivenöl beträufeln. Gefüllte Weinblätter, Kalamari, Zucchinibällchen, Shrimps und Wilde Ziege….. Dazu griechischen Wein, Ouzo…. Dankbar genieße ich das Essen und das Sein in der Gemeinschaft liebender Menschen.

 

 

 

 

Der Strand

(Agios Pavlos)

Die Autos bleiben am Straßenrand zurück, wir gehen ein paar hundert Meter abwärts auf das Meer zu. Unten angekommen überblicke ich erstmals diesen wunderbaren Strand. Es ist ein ziemlich langes Strandstück und das Meer ist hier wilder und schäumt uns in weißen Kronen entgegen. Es ist „gewaltig“ schön. Die Menschen kommen mir klein vor, fast wie Ameisen, auf dieser großen „Bühne“.

 

Und da ist auch schon Pavel (den Namen haben wir erst später erfahren), er steht nackt am Strand, dem Meer zugewandt mit offenen Armen. Mit seiner Kraft und Präsenz scheint er den gesamten Strand auszufüllen, mit einer besonderen Energie zu informieren. Und trotzdem wirkt er nicht aufdringlich.

 

Ein großer runder Stein-Berg und etwas unübersichtliches „Rundes“ aus Steinen fallen gleich auf. Was das wohl bedeutet?

Die munteren Wellen an diesem Strand laden zum Laufen und Toben und Übermütig sein ein; Elisabeth taucht vor Vergnügen sogar unter und macht sich die Haare nass und schaut so super frech und lebendig aus. Ich laufe am Strand entlang und jauchze und schreie wie ein Kind vor lauter Lust und Freude. Cornelia kommt mir entgegen und wir umarmen uns, nackt wie wir sind, lachend und jubelnd. So schön! Zwischendurch gehen wir, jede/r in ihrem/seinem Tempo ins „Männerhaus“ und ins „Frauenhaus“. Das Männerhaus ist der aufgeschichtete Berg aus Steinen mit einer Umrandung u. das Frauenhaus ist das Labyrinth, wie ich bald erkenne. Ich habe drei Jahre in Papua Neuguinea gearbeitet, da gab es in manchen Landesteilen Männer- und Frauenhäuser und natürlich auch Häuser, die von allen benutzt wurden. Das hat mir gefallen, ein Rückzugsort für Männer und für Frauen und das gemeinsame Haus.

 

 

 

 

 

 

Das Männliche - das Weibliche

Der Phallus – das Labyrinth

 

Das Männliche:

Ein hoch aufgeschichteter kegelförmiger Hügel aus Steinen, runde, ovale, kantige, glatte, raue, zerfurchte, schmeichelnde, und viele herzförmige darunter, kleinere, größere.

Ein mit flachen Steinen ausgelegter Weg führt um diesen Hügel.

Am Rand eine ebenfalls aus Steinen aufgeschichtete Abgrenzung.

Beim Eintreten spüre ich: Ehrfurcht, Respekt, Wertschätzung, Dankbarkeit.

Alles klar und einfach, obwohl rund, doch geradlinig, klar vor allem.

Der Hügel ist das Zentrum, will ich dorthin, muss ich klettern.

Energie, Konzentration, Kraft, Stärke, Schutz, Stütze, Volumen und Inhalt

unten und oben und dazwischen, hinauf und hinunter,

entdecken, betrachten, sich niederlassen, ausruhen, anlehnen,

Ein Teil von mir, doch nicht ich

vertraut, aber nicht ganz vertraut

Erinnerungen an meinen Vater ziehen vorbei, an Gewalt und Ausgeliefertsein, Todesangst,

ich lasse sie ziehen.

 

 

Das Weibliche:

Ein aus Steinen gebautes Labyrinth, viele verschlungene Gänge, die ich nicht auf einmal überblicke, führen zum Zentrum.

Beim Eintreten spüre ich: Ehrfurcht, Respekt, Wertschätzung, Dankbarkeit, große Freude.

Auf feinem Sand mach ich mich auf den Weg, begegne anderen Frauen, wir begrüßen und umarmen uns. Wir lachen und gehen alleine weiter, immer weiter bis zum Zentrum.

Das Labyrinth ist mir vom Wesen her vertraut, hier fühle ich mich gleich zuhause, Heimat, der größere Teil von mir-ich,

eingebettet, verschlungen, verspielt, fantasievoll, kreativ, in Erwartung, viele Wege

Das Zentrum ist leer, frei, zu füllen mit…… ein Gefäß, ein Kelch, eine Höhle, ein Nest…..

Tiefe, Weite, Leere und Fülle zugleich,

aufnehmen, austauschen, fühlen und füllen, geben und nehmen.

 

Zu fünft treffen wir uns im Zentrum, eine wunderschöne lebendig Venusblume- und feiern ganz spontan unser Frausein, Glück, Freude, Liebe, lachen, singen; umarmen, halten, spüren.

Erinnerungen an meine Großmutter ziehen vorbei, gehalten werden, getragen werden, umarmt werden, Wärme, Liebe…..

 

Mir wird durch das „Hineingehen“ in diese beiden Symbole bewusst, wie wichtig für mich die Aussöhnung zwischen Mann und Frau ist. Vergebung und Heilung aller alten Wunden und Verletzungen und Verabschiedung dieser. Die Zeit ist da für einen Neubeginn. Ein Weiser sagte einmal: „Solange Mann und Frau sich gegenseitig unterdrücken und bekämpfen, wird es Kriege geben auf der Erde“. Ein Neubeginn in friedlicher Koexistenz, Verständnis füreinander, Respekt, Achtung, Anerkennung u. Wertschätzung, Dankbarkeit für das „Andere“, Verbindung, Ergänzung, Freundschaft, Liebe……

In erster Linie sind wir Liebende, dann erst alles Andere: Männer, Frauen, Brüder, Schwestern, Kinder, Großmütter, Großväter ……

 

 

 

 

 


Vater Himmel – Mutter Erde

 

geheiligt sei euer Name

Euer Reich der Liebe komme zu uns Menschen.

Euer Wille geschehe, wie im Himmel,

so auf Erden.

Ich vergebe mir heute selber – alles;

sowie ich auch allen anderen alles vergebe.

Ich bin mir selber treu,

und entscheide mich jetzt für bedingungslose Liebe.

Dankbar teile ich das tägliche Brot,

das Brot für meinen Körper

und die Nahrung für meine Seele.

Denn unser ist Reichtum und Fülle

und die Kraft, die alles erschafft.

Das Männliche und das Weibliche

in Ewigkeit – Amen


Maria P., 24.06.09

 

 

 

 

Eine Venusblume entsteht

 

Wir fuhren alle zu einem wunderschönen Strand, auf dem wir ganz alleine waren. Nur in der Ferne tummelten sich ein paar Leute. Das Meer war hier wild und die Wellen türmten sich ganz schön hoch auf. Ich hatte großen Respekt vor soviel Kraft und Schönheit.

Nach einer kurzen Einführung wurde von den Gruppenleitern die Venusblume am Strand ausgemessen und im Sand aufgezeichnet. Die Furchen wurden mit kleinen Steinen ausgelegt, sodass die erste zarte Venusblume gleich sichtbar war und wir wussten, wo die großen Steine hinkommen werden. Alle begannen größere Steine aus der näheren Umgebung einzusammeln und an die „Baustelle“ zu bringen. Es war früher Nachmittag und sehr heiß. Es war anstrengend und wir kamen ganz schön ins Schwitzten. Trotzdem war es ein wunderbares Gefühl, gemeinsam zu schaffen, zu sehen, wie die Blume Stein für Stein wächst und zu einer großen Blüte am Strand wird. Wie ein roter Faden zog sich die Energie des gemeinsamen Tuns durch die ganze Etappe des Bauens. Abwechselnd machten einige Pause, um sich zu erholen, andere waren am Arbeiten, so ging das ganz natürlich und im richtigen Tempo weiter, bis die Blume sich in ihrer ganzen Größe und Schönheit offenbarte.

Nach einer gemeinsamen Pause wurde die Venusblume von uns allen eingeweiht, indem wir die Linien der Blume gehend, tanzend, mit Klängen gegangen sind.

Vom nahen Felsen aus, konnte man die ganze Blume in ihrer vollen Größe überblicken, dahinter das türkisfarbene, endlose Meer.

 

 

 

 

 

 

 

Die große alte Dame

(die Platane)

 

Wir lassen die Autos neben der Straße stehen und gehen auf der alten Römerstraße eine Weile leicht bergauf, hier schon üppige Vegetation. Dann plötzlich befinden wir uns in einer anderen Welt. Ein wunderbarer Platz, eine überdachte lichtgrüne Oase, Dschungel, und in der Mitte die große alte Dame, die Platane, für mich ist sie weiblich. Mir bleibt fast der Atem weg, vor ehrfürchtigem Staunen. Ihr Stamm hat so viele Auswüchse, dass er eher aussieht wie eine moderne Skulptur, als ein Baumstamm. Was hat wohl diese Platane schon alles erlebt und gesehen? Wie viele Generationen sind schon zu ihr gepilgert, um sie zu betrachten? Was hat sie auf sich genommen, in diesem mächtigen Stamm, den ausladenden Ästen? Ich hatte so großen Respekt vor ihr, dass ich nicht einmal hinauf kletterte, obwohl das leicht möglich gewesen wäre. Daneben die ergiebige Quelle, an der wir unsere Wasserflaschen füllen. Auf einer Seite stufenförmige Felsen, auf denen wir uns niederlassen und den Worten von Mladen über diesen Platz lauschen. Dahinter kleine Felshöhlen, die einstmals als Wohnungen, Vorratskammern oder Verstecke dienten. Ich fühl mich in eine andere Zeit versetzt, sehe überall Menschen, die hier gelebt haben, viele Kinder. Es ist ein ganz eigenartiges Gefühl, auf so einem geschichtsträchtigen Boden zu stehn. Jetzt ist Friede hier, Altes scheint erlöst zu sein. Ich gehe nachdenklich und sehr berührt den Hügel zur kleinen Kirche hinauf. Jemand (Josef Sch.) spielt auf der Harmonika, die Musik durchdringt das kleine Tal und schenkt diesem Platz zusätzlich Frieden, leichte Heiterkeit und Liebe. Wir alle sind beeindruckt und merkwürdig still. 

 

 

 

 

 

 

Bei den Sendern

 

Cornelia und Mladen haben schon Sender ausgemacht, die wir mit neuen Energien informieren wollen. Bis zu dieser Aktion hatte ich ein sehr zwiespältiges Verhältnis zu Sendern. Einerseits war mir klar, dass ich sie brauche und nutze, weil ich ein Handy habe, andererseits hab ich ihre Strahlung als negativ eingestuft. Mit einem Schlag ist mir klar geworden, dass sie „nur“ eine Aufgabe erfüllen und zwar diese, die wir ihnen geben. Informieren wir sie mit heilsamen, lichtvollen Informationen, werden sie auch diese weiterschicken und somit die ganze Umgebung informieren. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich noch viel besser gefühlt auf dieser Erde.

Sender erzeugen ein weltweites Netz für uns und zeigen uns somit, wie alles mit allem verbunden ist. Wir verwenden jetzt gerade diese Technik und sie entstammt auch der Erde, ist also Schwingung, wie alles andere auch, das uns umgibt. Es liegt an uns, was wir durch das Netz schicken.

 

 

 

 

 


Atlantis

(Meditationen, Erinnerungen)

 

Atlantis, versunkene Welt,  Erinnerung an das Paradies, Ahnung von etwas Großem, für uns kaum Vorstellbarem…..

ein Bild:

12 Menschenwesen liegen am Strand von Rhodakino, in der Morgensonne, dem Meer zugewandt, offen für das „Mehr“. Lauschen der Sprechstimme und tauchen tief ein in ihr eigenes inneres Atlantis. Ihre eigene innere wunderbare reiche übernatürliche Welt, wo alles möglich ist, was ein göttliches Wesen sich vorstellen kann. Wo das Leben „einfach“ ist und wo das Leben einfach „ist wie es ist“.

Der Mensch ist gut:

Meine Tochter hatte in der Unterstufe eine wunderbare Lehrerin. Wenn ein Kind gerade blockiert, hilflos od. mit einer Situation überfordert war, nahm sie das Kind an der Hand und ging mit ihm langsam ein paar Schritte und sagte dabei: „Der Mensch ist gut“ und dann beim Rückwärtsgehen: „Gut ist der Mensch“. Für jedes Wort einen Schritt. Probiere selbst aus, wie das bei dir wirkt.

Wir tragen alle unser Atlantis in uns, oder wie schon Georg Danzer sang: Wir sind das Atlantis von heute“.

Wie sieht dein Atlantis aus? Welche Farben siehst du? Welche Töne hörst du? Wie oft hältst du dich dort auf? Wie gestaltest du dein Atlantis?

 

 

 

 

 

 

 


 (ALLES IST GUT)

Mein persönlicher Prozess

 

Wenn alles miteinander verbunden ist, wenn es mich als getrenntes Individuum nicht gibt, dann ist auch mein persönlicher Prozess mit allen und allem verbunden. Mein Schmerz ist dann aller Schmerz und meine Heilung ist dann Heilung für alle.

 

 In der Gruppe war ich gut aufgehoben und erlebte Krieg, Kampf, Verletzung und Tod (Ertrinken im Meer), alles ging in Wellen durch mich hindurch. Zum Schluss fühlte ich mich wie neu geboren. Die wunderbare Unterstützung von Cornelia, Josef und Lorenz und der ganzen Gruppe, bes. durch die schamanischen Gesänge, waren unsagbar heilsam für mich. Ich danke allen für die Unterstützung.

 

 

 

 

 

Wenn jeder für sich sorgt, ist für alle gesorgt!

 

Bei den Vorbereitungen für die Gruppenreise gab es diejenigen, die aktiv waren und z.B. den Flug gebucht haben, sich um die Autos gekümmert haben usw. Andere waren eher passiv und haben mit ihrer Energie das Vorhaben unterstützt. Wie es für jeden gepasst hat, am Ende war für alles gesorgt und, ich jedenfalls, war mit allem zufrieden.

 

-         für mich sorgen heißt, in mich hineinspüren, was sich da tut, was nehme ich wahr, welche Impulse kommen.

-    für mich sorgen heißt, ich bin wichtig, aber nicht zu wichtig.

-         für mich sorgen heißt, mich abgrenzen zu den anderen, aber nicht abschneiden.

-         für mich sorgen heißt, für mich und zum Wohle des Ganzen.

-         für mich sorgen heißt, ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben, wenn mich alle verlassen, ich bleibe mir!

 

 

 

Maria P.

Juni 2009

 

Top